5 Tipps für eine barrierefreie Website.

Arbeitsplatz mit Schreibtisch mit PC Bildschirm

Die barrierefreie Website wird ab 2025 für viele Webseiten zur Pflicht!

Ab dem 28. Juni 2025 werden viele Unternehmen zur Barrierefreiheit im Internet verpflichtet, doch eine barrierefreie Website ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern auch ein bedeutendes Zeichen von Verantwortung und Respekt. Die Barrierefreiheit ermöglicht es, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen individuellen Bedürfnissen oder Fähigkeiten, einen einfachen und uneingeschränkten Zugang zu den Informationen und Dienstleistungen auf deiner Website erhält.

Dies bedeutet, dass du die Inhalte mühelos lesen, hören oder navigieren kannst, ohne dabei auf Hindernisse zu stoßen. Bei der Gestaltung einer solchen Website werden zahlreiche Aspekte berücksichtigt. So sind die Texte klar strukturiert und in einer möglichst einfachen, verständlichen Sprache verfasst, um sicherzustellen, dass sie für ein breites Publikum zugänglich sind. Bilder werden mit alternativen Texten versehen, sodass auch Menschen mit Sehbehinderungen den Inhalt besser nachvollziehen können. Darüber hinaus spielt eine intuitive Navigation eine entscheidende Rolle, denn sie ermöglicht es dir, dich problemlos auf der Seite zurechtzufinden und die gewünschten Informationen schnell zu erreichen.

Das übergeordnete Ziel einer barrierefreien Website ist es, jedem Besucher ein möglichst gleichwertiges Online-Erlebnis zu bieten, unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen die er mitbringt. Es ist ebenso wichtig, sich der fortlaufenden Entwicklung der Webstandards bewusst zu sein. Die digitale Landschaft verändert sich ständig, und mit ihr die Anforderungen an die Barrierefreiheit.

Frau sitzt mit Kaffee in einer Hand in Siegerpose vor dem Laptop.

Dean Drobot/Shutterstock.com

Warum du eine barrierefreie Website haben solltest, selbst wenn du nicht unter das Gesetz fällst.

Eine barrierefreie Website ist mehr als nur ein Trend – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer zeitgemäßen Website. Sie ermöglicht es allen Besuchern, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten oder Einschränkungen, mühelos auf deine Inhalte zuzugreifen und bietet dir darüber hinaus noch weitere Vorteile:

Verbesserte Benutzerfahrung:

Durch die Schaffung einer benutzerfreundlichen und intuitiven Umgebung verbesserst du die gesamte Benutzererfahrung für alle Besucher deiner Seite. Dies führt nicht nur zu einer höheren Zufriedenheit, sondern auch zu einer gesteigerten Verweildauer und Interaktion auf deiner Seite.

Breitere Zielgruppe:

Ein barrierefreies Umfeld erweitert deinen Kundenkreis und ermöglicht es dir, eine vielfältigere Zielgruppe anzusprechen, die möglicherweise zuvor ausgeschlossen war.

Suchmaschinen­optimierung:

Barrierefreie Webseiten sind oft besser strukturiert und werden von Suchmaschinen leichter indexiert. Dies führt zu einer erhöhten Sichtbarkeit und Reichweite deiner Inhalte, was wiederum mehr organischen Traffic auf deine Seite bringt.

Positives Image:

Eine barrierefreie Gestaltung stärkt das positive Image deiner Marke und demonstriert dein Engagement für soziale Verantwortung und Inklusion. Eine barrierefreie Website ist somit nicht nur ein rechtliches Gebot, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit, das Vertrauen deiner Kunden zu gewinnen und deine Marke nachhaltig zu stärken. Indem du sicherstellst, dass deine Inhalte für alle zugänglich sind, zeigst du, dass dir die Bedürfnisse deiner Kunden wirklich am Herzen liegen. Dies kann zu einer höheren Kundenzufriedenheit und langfristigen Loyalität führen, was sich letztendlich positiv auf deinen Geschäftserfolg auswirkt.

Neueste Standards:

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Weiterbildung im Bereich Barrierefreiheit. Indem du dich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen und Technologien informierst, stellst du sicher, dass deine Website immer den aktuellen Anforderungen gerecht wird. Dies unterstreicht nicht nur dein Engagement für eine barrierefreie Website, sondern positioniert dich auch als Vorreiter in deiner Branche.

Stillleben, auf einem kleinen Tisch steht ein Laptop, eine Tasse und Vase mit Blumen

Okrasiuk/Shutterstock.com

Die rechtliche Seite der barrierefreien Website.

Bei der Entwicklung deiner Website ist es von entscheidender Bedeutung, die Richtlinien zur Barrierefreiheit sorgfältig zu beachten. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern kann auch teure rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sie missachtet werden. Daher ist es ratsam, wirklich Zeit und Mühe in die Umsetzung der Barrierefreiheit zu investieren und abschließend auch zu pflegen.

5 Tipps& Tricks für deine barrierefreie Website:

Bei der Erstellung einer barrierefreien Website ist es entscheidend, verschiedene Zielgruppen zu berücksichtigen, da jede Gruppe ihre eigenen spezifischen Bedürfnisse hat. Menschen mit Sehbehinderungen benötigen beispielsweise nicht nur klare Kontraste, sondern auch gut strukturierte Layouts und alternative Textbeschreibungen für Bilder, um den Inhalt vollständig erfassen und verstehen zu können. Für hörgeschädigte Besucher sind Transkripte oder Untertitel unerlässlich, damit sie Videos und Audios nachvollziehen und an den Inhalten teilhaben können. Darüber hinaus schätzen ältere Menschen eine intuitive Navigation sowie gut lesbare Schriftgrößen, die das Surfen auf der Website erheblich erleichtern.

1. Tipp: Farben, Kontraste, Sprache und Lesbarkeit.

Farben und Kontraste sind essenzielle Elemente im barrierefreien Design, da sie maßgeblich die Lesbarkeit und Zugänglichkeit von Inhalten beeinflussen. Bei der Auswahl von Farben ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich deutlich voneinander abheben, um eine optimale Sichtbarkeit zu gewährleisten. Ein hoher Farbkontrast ist nicht nur von Vorteil für Menschen mit Sehbehinderungen, sondern trägt auch erheblich zur Verbesserung der allgemeinen Benutzererfahrung bei. Darüber hinaus sollte man sich nicht ausschließlich auf Farben verlassen; die Integration ergänzender visueller Elemente wie Muster oder Symbole kann zusätzliche Klarheit und Orientierung bieten. Ein durchdachtes Farb- und Kontrastdesign sorgt letztlich dafür, dass alle Besucher in der Lage sind, deine Inhalte besser sehen und zu verstehen – unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Achte darauf, dass du eine gut lesbare Schriftart wählst und nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten auf einer Seite verwendest, da dies die visuelle Klarheit erhöht und Ablenkungen minimiert. Halte die Schriftgröße großzügig, um das Lesen für alle Besucher zu erleichtern, insbesondere für ältere Menschen oder solche mit Sehschwächen. Zudem ist es wichtig, die Zeilenabstände sorgfältig einzustellen, ein angemessener Abstand zwischen den Zeilen verbessert die Lesbarkeit und hilft deinen Besuchern, dem Text besser zu folgen. Die Sprache auf deiner Website sollte klar und leicht verständlich sein und komplexe Fachbegriffe vermeiden.

Denke auch daran, wie du deine Inhalte strukturieren kannst, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Klare Überschriften und Absätze unterstützen den Lesefluss und helfen den Besuchern, die gewünschten Informationen schnell zu finden. Interaktive Elemente wie Buttons und Links sollten gut sichtbar und einfach zu bedienen sein, um eine positive Nutzererfahrung zu bieten.

2. Tipp: Minimiere visuelle Ablenkungen.

Vermeide Flackern und Blinken im barrierefreien Design, da dies zum einen epileptische Anfälle auslösen kann und auch für Menschen mit Kopfschmerzen äußerst unangenehm ist. Ein ständiges Flackern sowie bewegende Bilder können die Konzentration erheblich stören und damit das Nutzererlebnis negativ beeinflussen. Achte daher darauf, visuelle Ablenkungen zu minimieren und Multimedia-Inhalte wie Videos, Audios und Animationen nur auf Wunsch abzuspielen, damit sich deine Besucher besser auf die Inhalte konzentrieren können.

Ein Bildschirm von einem Laptop, auf dem die systematische Erstellung der Website zu sehen ist

[rawpixel] © 123RF.com

3. Tipp: Alternative Textbeschreibungen und Multimedia-Inhalte.

Alternative Textbeschreibungen für Bilder und Grafiken sind wichtig, um sicherzustellen, dass deine Besucher die Inhalte verstehen können. Bei der Verwendung von Bildern oder Grafiken solltest du einen kurzen Text bereitstellen, der den visuellen Inhalt beschreibt und von Screenreadern gelesen werden kann. Achte darauf, die wesentlichen Informationen hervorzuheben, damit auch Menschen mit Sehbehinderungen ein genaues Bild der dargestellten Inhalte erhalten. Multimedia-Inhalte wie Videos und Audios sollten mit Untertitel und Transkriptionen versehen werden.

Die Alt-Texte, die für die Barrierefreiheit erstellt werden, unterscheiden sich in ihrer Ausgestaltung von den Suchmaschinen optimierten Alt-Texten, die oft mit einer Vielzahl von Keywords überladen sind. Während die letzteren darauf abzielen, die Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen, legen barrierefreie Alt-Texte besonderen Wert darauf, den Nutzern mit Sehbehinderungen eine präzise und verständliche Beschreibung des Bildinhalts zu bieten.

4. Tipp: Navigierbarkeit.

Deine Website sollte so gestaltet sein, dass sie sowohl mit der Maus als auch mit den Fingern und der Tastatur problemlos bedient werden kann. Besonders für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen ist es wichtig, dass sie nicht allein auf eine Maus angewiesen sind. Achte darauf, dass alle Menüpunkte gut sichtbar und leicht zugänglich sind. Alle interaktiven Elemente wie Formulare, Links oder Buttons sollten so gestaltet sein, dass sie nicht nur gut lesbar sind, sondern auch mit dem Finger, der Maus und Tastatur einfach bedient werden können.

5. Tipp: Regelmäßig Testen und Optimieren.

Was heute noch aktuell ist, kann morgen bereits überholt sein. Um sicherzustellen, dass deine barrierefreie Website auch in Zukunft barrierefrei bleibt, ist es wichtig, sie regelmäßig auf ihre Zugänglichkeit zu testen. Nutze dazu den Screenreader, der blinden oder sehbehinderten Besuchern die Inhalte auf dem Bildschirm vorliest, sowie die Tastaturnavigation und Spracherkennungstechnologien, die alternative Steuerungsmöglichkeiten bieten. Darüber hinaus gibt es spezielle Programme, die deine Website auf Barrierefreiheit testen und dir wertvolle Hinweise zur Optimierung geben können. Berücksichtige auch das Feedback von echten Nutzern, denn ihre Erfahrungen sind oft Gold wert. Führe regelmäßig Updates durch und halte dich an die neuesten Richtlinien zur Barrierefreiheit. So stellst du sicher, dass deine barrierefreie Website nicht nur für alle zugänglich ist, sondern auch bleibt.

Fazit: Die barrierefreie Website.

Auch wenn nicht jede Website die strengen Richtlinien der Barrierefreiheit in vollem Umfang einhalten muss, ist es dennoch von großer Bedeutung, dass sie so gestaltet wird, dass sie möglichst barrierearm ist. Dies gewährleistet, dass deine Website den Bedürfnissen einer breiten Nutzergruppe gerecht wird. Unabhängig davon, ob Besucher visuelle, auditive oder motorische Einschränkungen haben, sollte die Benutzererfahrung für alle möglichst zugänglich und angenehm sein. Eine durchdachte Gestaltung trägt dazu bei, dass jeder Besucher die Informationen und Dienstleistungen deiner Website nutzen kann.

Brauchst du Unterstützung darin deine barrierefreie Website zu erstellen?

Ich unterstütze dich gerne dabei, eine barrierefreie Website zu erstellen oder deine bestehende Website auf Barrierefreiheit zu optimieren. Dabei berücksichtige ich alle relevanten Aspekte, um die richtige Strategie für deine Website zu entwickeln. Mit einer barrierefreien oder zumindest barrierearmen Website zeigst du nicht nur dein Engagement für Vielfalt, sie stärkt auch das Vertrauen in deine Marke und schafft eine tiefere Verbindung zu deinen Kunden. Das führt zu mehr Besuchern, höherer Interaktion und letztlich zu größerem Erfolg für dein Unternehmen.

Titelbild: pikcha/Shutterstock.com

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