Training nach einer Erkrankung – worauf sollte man achten?

Frau hält Yogaposition und Körperspannung

Wie du nach einer Erkrankung wieder in das Training einsteigen kannst.

Die Corona-Pandemie bestimmt seit einigen Monaten unser aller Leben, neben der Krankheit an sich, machen uns die Ladenschließungen, Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren zu schaffen. Viele Freizeitaktivitäten sind momentan einfach nicht möglich, was bleibt ist die Bewegung. Doch bei diesem nasskalten Wetter fängt man sich nur zu leicht eine Erkältung ein.

Bei einer Erkältung sowie bei einer überstandenen Corona – Erkrankung gilt, Sport ist erst einmal tabu! Denn wer sich nicht schont, könnte die Erkrankung verschlimmern, verschleppen oder gar eine Herzmuskelentzündung entwickeln. Deswegen ist es, gerade wenn du Fieber hattest wichtig, auch wirklich das Bett zu hüten.

Wer krankheitsbedingt einige Tage flach liegt, möchte schnell wieder ins Training einsteigen, um keinen Trainingsabfall zu riskieren. Viele versuchen, die verpassten Trainingsstunden direkt nachzuholen, um dort anzusetzen, wo das Training unterbrochen wurde. Doch sollte vor dem Abklingen aller Symptome kein Sport getrieben werden.

Bei einer Corona-Erkrankung oder einer fieberhaften Erkrankung sollte selbst nach Abklingen aller Symptome noch eine längere Pause eingelegt werden. Bei einer Entzündung des Herzens oder der Lunge sollten einige Wochen oder sogar Monate auf das Training verzichtet werden.

Frau trainiert und macht Yoga. Sie trainiert mit dem eigenen Körpergewicht.

Yulia Grigoryeva/Shutterstock.com

Nach einer Erkrankung sollte das Training erst dann wieder aufgenommen werden, wenn keine weiteren Medikamente eingenommen werden müssen. Der Körper ist immer noch mit der Genesung beschäftigt, solange Medikamente eingenommen werden, daher ist es wichtig, ihm Zeit zu geben, um sich vollständig zu erholen. Indem du ihm diese Zeit gibst, gewährleistet du eine bestmögliche Regeneration und vermeidest mögliche Komplikationen.

Durch die Schonung beugst du einem längeren Verlauf oder einer Verschlimmerung der Erkrankung vor, womit sich die Schonung auf jeden Fall lohnt und nicht belächelt werden sollte. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du für den Trainingswiedereinstieg bereit bist, hol dir einen Rat bei deinem Arzt ein. Durch einen Check-up beim Arzt erhaltest du an Sicherheit, denn selbst die Trainingspause verspricht leider keine vollständige Risikofreiheit.

Worauf sollte man bei Trainings­beginn nach der Erkrankung achten?

Wer dann mit dem Training wieder beginnt, sollte mit einem moderaten, leichten Training anfangen und sich nur langsam steigern. So gibst du deinem Körper genügend Zeit, um sich wieder an die Belastung des Trainings zu gewöhnen. Wodurch die Trainingsbelastung auch als positiver Reiz angesehen wird und nicht als Überlastung. Solltest du während dem Training feststellen, dass du dich noch nicht fit fühlst, gönne deinem Körper weitere drei bis sieben Tage Ruhe, um dem Körper die nötige Zeit der Regeneration zu bieten und einer erneuten Erkrankung vorzubeugen.

Frau trainiert und macht Yoga.

Kichigin/Shutterstock.com

Wie kann man ein krankheits­bedingtes, ausgefallenes Training nachholen?

Gar nicht!

Bedauerlicherweise gibt es keine Möglichkeit, ein ausgefallenes Training aufgrund von Krankheit nachzuholen. Gesundheit steht immer an erster Stelle und es ist wichtig, dem Körper die nötige Ruhe und Erholung zu geben, um wieder fit zu werden. Das Auslassen eines Trainings kann frustrierend sein, aber es ist wichtig, geduldig zu sein und dem Körper die Zeit zu geben, die er braucht, um sich zu erholen. Es ist auch eine gute Gelegenheit, sich auf andere Aspekte des Fitnessprogramms zu konzentrieren, wie zum Beispiel die Ernährung, das Stretching-Programm oder das mentale Training.

Denke daran, dass eine Pause vom Training manchmal sogar dazu beitragen kann, Verletzungen zu vermeiden und langfristige Erfolge zu erzielen. Bleibe positiv und setze deine Fitness-Routine erst fort, sobald du dich besser fühlst.

Wer sofort wieder das alte Trainingspensum aufnimmt oder gar die Intensität noch anhebt, um etwas nachzuholen, riskiert nicht nur einen Muskelkater, er steigert auch das Risiko eines Rückfalls. Wichtig ist hier eine Neustrukturierung des Trainings und Geduld. Denn der Körper benötigt in etwa dieselbe Zeit zum Erreichen des alten Pensums, wie pausiert wurde.

Gerade zum Wiedereinstieg eignen sich statische sowie dynamische Dehnübungen besonders gut. Plane zwischen den Trainingseinheiten mindestens einen Ruhetag ein und warte mit einer intensiveren Trainingseinheit in jedem Fall wenigstens zwei, besser noch vier Wochen.

Mann und Frau nach dem Training, sie klatschen sich in die Hände.

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Wenn du es nicht übertreibst und das Training langsam steigerst, solltest du bald wieder dein altes Niveau erreichen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Trainingswiedereinstieg.

Brauchst du Unterstützung?

Solltest du auf deinem Weg Unterstützung benötigen, stehe ich dir mit meinem Coaching gerne zur Verfügung. Gemeinsam werden wir inneren Blockaden aufdecken und überwinden, sodass dir der Wiedereinstieg ins Training leichter fällt.

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